18 Jahre Jüdischer Kulturverein "Schalom" Ratingen e.V. 2002-2020

Am 7. Oktober in Räumlichkeiten unseres Vereines „Schalom“ in Ratingen ist ein Treffen unseres Vorstandes (V. Fridman, G. Lisnowski & N. Grozyeva) mit dem Delegierten des Keren Hayesod in NRW Herren Shai Friedman. Er hat erzählt über die Baupläne eines Seniorenheimes in Israel. Wir haben über Gründungsgeschichte und Vereinstätigkeit von letzten 18. Jahren erzählt. Herr Shai Friedman hat sich über die neue Bekanntschaft gefreut. Am Ende des Treffens haben wir ihm unsere Bücher („Ratingen ist unser Zuhause“ und „Schalom Ratingen Volljährigkeit“) geschenkt. Geschenke wurden mit großer Dankbarkeit entgegenbekommen.

7 октября в помещении общества „Шалом“ г. Ратингена состоялась встреча правления общества (В. Фридман, Г. Лисновский и Н. Грозева) с новым представителем Керен Хайесод в NRW господином Шайем Фридманом. Он рассказал о планах строительства домов для пожилых людей в Израиле. Мы поделились историей создания нашего общества и его деятельностью за прошедшие 18 лет. Господин Шаи Фридман  был очень рад знакомству. В заключении встречи мы подарили ему наши книги („Ратинген – наш дом“ и „Шалом Ратинген – совершеннолетие“). Подарки были приняты с большой благодарностью.

Kerstin Griese
Mitglied des Deutschen Bundestages Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales

Sehr geehrter Herr Fridman,
für das neue Jahr 5781 wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie und Ihren Freundinnen und Freunden alles Gute, Glück und Gesundheit. Ich grüße Sie mit einem herzlichen schana tova.
Die Corona-Pandemie stellt uns zurzeit alle vor neue Herausforderungen und zeigt, wie wichtig das menschliche und solidarische Miteinander ist. Wirtschaftliche und soziale Einschränkungen geben vielerorts rechtsextreme Kräften Vorschub und befeuern Verschwörungsideologien. Dies trifft auf die bereits besorgniserregende Zunahme von Antisemitismus und Gewalt, die wir in den vergangenen Jahren beobachten mussten. Gerade vor diesem Hintergrund ist das Engagement für unser friedliches und demokratisches Zusammenleben so wichtig. Dafür setze ich mich gerne weiterhin gemeinsam mit Ihnen ein.
Ich wünsche Ihnen schöne Festtage mit Ihrer Familie und Freundinnen und Freunden. Uns allen wünsche ich eine Welt voller Vertrauen und Frieden.
Mit herzlichen Grüßen
Kerstin Griese

Керстин Гризе
Член Бундестага, парламентский статс-секретарь федерального министра труда и социального обеспечения
Уважаемый господин Фридман,
В новом 5781 году желаю вам и вашим близким всего самого наилучшего, счастья и здоровья. Приветствую вас сердечно, «Шана Това!».
Пандемия короны в настоящее время ставит перед всеми нами новые задачи и показывает, насколько важно быть человечным и солидарным. Во многих местах экономические и социальные ограничения поощряют правые экстремистские силы и разжигают идеологии заговора. Это совпадает с и без того тревожным ростом антисемитизма и насилия, который мы наблюдаем за последние несколько лет. Именно на этом фоне так важна приверженность нашему мирному и демократическому сосуществованию. Я счастлив продолжать работать с вами для достижения этой цели.
Желаю вам счастливых праздников с семьей и друзьями. Я желаю всем нам покоя, полного доверия и мира.
С сердечным приветом
Керстин Гризе

Уважаемый господин Фридман,
Большое спасибо за Ваше письмо от 06. Августа 2020 и пересылку книги по поводу празднования 18-и лет существования еврейского культурного общества „Шалом“.
18-й День Рождения и с ним связаное совершеннолетие является успешным поводом для публикации Вашей второй книги. Меня радует, что в Вашем обществе состоит и проводит активную работу около 225 человек для мирного межкультурного сосуществования в г. Ратингене.
Оглядывась на 1700-й юбилей еврейской жизни в Германии в следущем году очень важно снова и снова ставить население в известность об укоренении еврейской жизни в нашем городском обществе и в равной степени выработать объединяющие элементы иудаизма и христианства.
Общество „Шалом“ активно над этим работает и за это время устанавилась как неотъемлимая часть Ратингенского общества.
Я надеюсь найти в ближайшее время возможность прочитать в спокойствии Вашу книгу.
На еврейский Новый Год и Йом Кипур, которые в этом году проводятся при особенных условиях, желаю Вам лично и еврейской общине Ратингена всего хорошего.

Армин Лашет

Sehr geehrter Herr / Frau,

In Übereinstimmung mit der mir vom Kongressbibliothekar übertragenen Befugnis bestätige ich den Erhalt Ihres gnädigen Geschenks in Form des Buches „Schalom Ratingen – Volljährigkeit“. Wir bedanken uns sehr für Ihre Aufmerksamkeit bei der Veröffentlichung dieses Buches in der Bibliothek.

Nochmals vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit für die Kongressbibliothek.
Mit freundlichen Grüßen,

Elizabeth Jarsi

Bibliothekar der Abteilung für den Kauf deutscher Bücher
Institut für Germanistik und Statistik

дорогой сэр / мадам,
в соответствии с полномочиями, делегированными мне Библиотекарем Конгресса, я подтверждаю получение вашего любезного подарка в виде книги „Schalom Ratingen –  Совершеннолетие“. Мы высоко ценим ваше внимательное отношение к публикации данной книги в Библиотеке.
Еще раз благодарю вас за внимание к Библиотеке Конгресса.

С уважением,
Элизабет Джарси

библиотекарь отдела приобретения немецких книг
отдел германистики и статистики

Zeitung evrejskaja (jüdische)- Panorama  №8(74) August 2020

„Schalom“ unserem Hause

Beim Feiern seiner Volljährigkeit veröffentlichte der jüdische Kulturverein Schalom Ratingen e. V. ein neues Buch

In die Zukunft durch Erinnerung an die Vergangenheit

Eine vollfarbige 100-Seitige Veröffentlichung stellt ein Kaleidoskop von Ereignissen dar, die seit dem 14. November 2002 stattgefunden haben, als dem Bürgermeister der Stadt Wolfgang Diedrich Vadym Fridman und seine Mitstreiter vorgestellt wurden. Wie sich die Ereignisse weiter erfolgten haben wir schon berichtet (siehe Evrejskaja Panorama, 2017, Nr. 7). Darüber und von dem, wie die Gründer des jüdischen Kulturvereins so akribisch den Moment der Neubelebung des Judentums in Ratingen festzuhalten versuchten, indem sie das Buch „Ratingen ist unser Zuhause …“ verlegten, um das erste Jahrzehnt seiner Tätigkeit zusammenzufassen: bis jetzt wissen wir leider sehr wenig über unsere jüdischen Vorfahren auf deutschem Boden.

Und dabei war das jüdische Leben auch hier in Ratingen sehr ereignisreich und vielfältig. „Ich stelle mir vor, mit welchem Interesse würden wir heute die Einzelheiten der ersten Jahre der jüdischen Gemeinde in Ratingen kennenlernen“, meinte Vadym Fridman, Vorsitzender des jüdischen Kulturvereins Schalom, „die Auswirkungen des Schutzbriefes, der seit dem XVII. Jahrhundert die Rechte der Juden im Herzogtum Berg schützte, die Innenausstattung des ersten Betraumes in der Synagoge an der Lintorfer Straße, errichtet 1769, die Arten der Beschäftigungen der 215 jüdischen Familien zu Beginn des XIX. Jahrhunderts, die Dokumente der französischen und preußischen Regierungszeiten, hervorragende Persönlichkeiten, die die jüdische Gemeinde der Stadt befehligten …“

Irgendwas blieb bis heute aufbewahrt, manches ist verloren gegangen, anderes wurde zu Unrecht vergessen. Und Körnchen von Geschichte aufzubewahren, verleiht einem das Gefühl vollberechtigter Nachfolger zu sein, Hüter von Traditionen, die man als geistiges Kapital an die Jugend weitergeben kann. So versteht man das im jüdischen Kulturverein Schalom. Deshalb ist jede Aktion des Vereins eine eigenartige Verehrung deren, die in der Vergangenheit gelebt haben, und zugleich ein kleiner Meilenstein für das Zeitgenössische und eine Hoffnung für die Zukunft. Dadurch kommt die starke Empfindung des sausenden Webstuhls der Zeit, deren markante Momente es lohnt festzuhalten.

Der jüdische Kulturverein Schalom hat auch seine Webseite. Aber ein Buch verleiht ein ganz anderes Gefühl. Das „Papiergedächtnis“ unterscheidet sich von dem virtuellen: man kann es befühlen, in ihm blättern, nachlesen …

Mit diesen Absichten wurde auch das Buch „Schalom“ Ratingen Volljährigkeit“ geschaffen. In ihm ist auszugsweise die wiedergeborene russischsprachige Gemeinde aus den ehemaligen Sowjetrepubliken dargestellt, die Chronik des jüdischen Lebens, die sich mit lebendigen Eindrücken von Leuten abwechselt, die darin verwickelt sind, daran teilnehmen, Zeugen von dem sind, die Behörden vertreten.

Von außen und von innen

„Interessant ist die Betrachtungsweise der Leute, die unsere Volljährigkeit von außen beobachteten“, bemerkt Vadym Fridman. Und das Phänomen liegt gerade darin, dass die Beobachter, die sich durch den Enthusiasmus der Wegbereiter angesteckt haben, plötzlich Mitstreiter wurden, Helfer und Partner. Deswegen kamen zu den Festen in den Schalom-Räumen immer mehr Ratinger. Auch der heutige Bürgermeister der Stadt Klaus Pesch und andere bekannte Politiker, Vertreter anderer Vereine. Das zeugt davon, dass Schalom zum festen Bestand des städtischen Lebens geworden ist und die jüdischen Immigranten, die nie ihre Wurzeln vergessen, Ratingen jetzt als die zweite Heimat empfangen, wo man frei ohne Furcht die Kipa tragen, aus dem Jiddischen ins Russische oder ins Deutsche wechseln kann, nach jüdischer Tradition auf deutschem Boden die Geburt seiner Nachkommen feiern kann, das Gebet Kaddisch Jatom an Trauertagen liest.

Es gibt noch eine Richtung in der Arbeit des Vereins – Unterhaltung freundschaftlicher Beziehungen zu den Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchen, zu dem Verein „Aserbaidschan“, dem Türkischen Elternverein. Das lässt sich auch leicht erklären, denn Schalom bedeutet Frieden. Das heißt, auf welchen Namen sie das Schiff taufen, unter dem läuft es auch aus.

Volljährigkeit ohne Altersgefühl

Man kann sich auch amüsieren, auch in der Art von Teenager, Possen reißen während des Purims, so wie es dieses Fest von einem verlangt. Aber benehmen sich nicht zu sehr leichtsinnig diese Veteranen? „Dem Anlass entsprechend“, antworten viele von ihnen. Und die ungestümen Fünkchen in ihren Augen sagen einem mitunter in aller Deutlichkeit: sie möchten halt nicht greisen, und sie haben wirklich ein jugendliches Gemüt. Davon abgeleitet kam in den Titel des Buches das Wort „Volljährigkeit“.

„Mit der Volljährigkeit einher geht das formelle Ende der Kindheit bzw. Jugend und der Beginn des Erwachsenenalters“, schreibt in seinem Grußwort der Bürgermeister Klaus Pesch. „Auf „Schalom“ übertragen bedeutet dieses Datum, dass der Verein aus den anfänglichen Unwägbarkeiten herausgewachsen ist, viele Abläufe routiniert sind und der Verein mit seinen Aktivitäten schon längst zum festen Bestand unserer Vereins- und Kulturlandschaft geworden ist.“

„Auch des großen jüdischen Zuhause in Deutschland“, fügt Dr. Oded Horowitz hinzu, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein. Er betont, dass die föderale Politik in der Integration nicht alleine ein Befehl von oben sei: „Die Integrationsarbeit kann nicht nur von außen erfolgreich umgesetzt werden, sondern auch von innen“, was sehr wichtig ist, da in den letzten Jahren die Zahl der antisemitischen Aktionen in der BRD gestiegen ist.

Ratingen ist von Judenhassern nicht umgangen worden. Wie im Buch „Schalom“ Ratingen …, Peter Beyer MdB, Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Einwohner von Ratingen schreibt, „ereignete sich das hier in Ratingen, im November 2018, als antisemitische Schmierereien an Haus- und Geschäftswänden uns alle erschüttert haben.“ Die Stadt antwortete darauf mit Stimmen von 2000 Bürgern, die „Hand in Hand gegen Antisemitismus und für gesellschaftlichen Zusammenhalt eintraten“.

Eine der potenziellen Ursachen von Antisemitismus ist die Nichtinformiertheit darüber, womit sich die jüdische Gesellschaft beschäftigt. Dadurch entstehen das Unverständnis und das Gefühl der Bedrohung, die von den Juden ausgeht. Wie kann diese Verfremdung überwunden werden? Das Programm der Aufklärung von Mitbürgern über jüdische Traditionen und Feste nach dem jüdischen Kalender, das der jüdische Kulturverein Schalom ausführt, ist nichts anderes als das Wiederaufleben jener Brücke unter den unterschiedlichen Kulturen, die das Misstrauen und Unverständnis reduzieren soll, so wie es vor 1933 in der Stadt gewesen war.

Die Zahl der Menschen jüdischen Glaubens in Ratingen ist gering, etwa 200 Menschen. Aber da sei es vorangestellt. Nur etwa 200 oder schon 200? Das sind halt mehr als es vor 1939 gab, korrigiert die Landestagabgeordnete Elisabeth Müller-Witt. Sie vertritt die Meinung, dass es nicht nur „bei Sonntagsreden und Betroffenheitsbekundungen  bleiben darf“. Der Alltag entscheidet alles: „Gerade im täglichen Leben ist jede und jeder aufgefordert, antisemitischen Äußerungen und Handlungen entgegenzutreten und zu zeigen, dass jüdisches Leben in Deutschland fest dazugehört.“

Von judenfreier Stadt zum jüdischen Leben

Das gab es in Ratingen im Laufe mehrerer Jahrhunderte, seit 1592. Es ist nicht auszuschließen, dass gerade seit jener Zeit hier die Familien Levi, Kellermann, Waller und anderer, deren Namen in Messing der „Stolpersteinen“ zu lesen sind. Die hiesigen Historiker behaupten, dass diese Familien hier seit Generationen lebten.

Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde Ratingen „judenfrei“, eine Stadt ohne Juden. Es mussten 63 Jahre vergehen, als 28 Enthusiasten, angeführt von Vadym Fridman, das jüdische Leben wieder hierher brachten. Eine der ersten Initiativen der „neuen Juden“ war die Umgestaltung des jüdischen Friedhofes an der Werdener Straße in einen Ort der Erinnerung. Eine weise Idee liegt diesem Vorhaben zu Grunde: das zukünftige Judentum von Ratingen  braucht eine historische „Nachspeisung“, Achtung des Gedenkens an die Verschiedenen, die ihr Haus verlassen haben oder es nicht geschafft haben zu verlassen, und in ein KZ deportiert wurden. Und wie Harry Schick im Buch „Schalom“ Ratingen …“ schreibt, hat diese Arbeit viel Zeit und Hilfe benötigt (unter anderem seitens des Stadtrates und der städtischen Dienste, durch die jüdische Gemeinde Düsseldorf, von Finanzinstituten); wie auch das Verwirklichen anderer Projekte ist es letztendlich das Resultat der Tätigkeit von Vadym Fridman – eines Menschen, das müssen wir zugeben, der nicht mehr zu den jüngsten zählt und nicht von bester Gesundheit.

Selbst Vadym verheimlicht nicht die Herausforderungen jener Lebensweise, die er sich selbst freiwillig auferlegt hatte und denen er jetzt beinahe 20 Jahre nachgeht. Bemerkenswert, dass er in der Zeit seiner Leaderschaft schon etliche Male versucht hatte seine Pflichten niederzulegen, gesteht aber, dass nur die Unterstützung seiner Mitstreiter ihn ermutigt habe die Arbeit fortzusetzen.

Gewiss ist er der Angelpunkt im jüdischen Kulturverein. Aber auch sein Dank an die ständigen und langjährigen Mitstreiter beruht nicht auf Zufall. Darunter auch jenen, die ihm beim Verlegen des Buches anlässlich der Volljährigkeit von Schalom geholfen haben. Zum Kreativitätsteam bei der Vorbereitung der Texte (und die sind in Deutsch und Russisch) und des Bildmaterials gehörten außer Fridman, Grigori Lisnowski, Harry Schick, Manfred Buer, Udo Haafke, Günter Kraus, Polina Ivanova. Die Arbeit wurde von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, der Kulturstiftung der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert, der Stadt Ratingen, den Stadtwerken Ratingen GmbH sowie dem Arzt Dr. Ruwim Besser gesponsert. Durch ihre kollektive Einsatzfreude konnte das Buch „Schalom“ Ratingen „Volljährigkeit“ veröffentlicht werden. Sein Erscheinen beweist, dass jeder gute Impuls reichlich belohnt wird.

Wie über die Ratinger der Rabbiner Michail Kogan schreibt, „lebt das Judentum bei ihnen drin und wird nicht nur durch das Studium der heiligen Texte oder durch religiöse Rituale wiederbelebt … Und sobald in diesen Leuten der Wunsch erwachte, sich an ihr Judentum zu erinnern, trat es sofort zutage.“ Bis zu ihrem Zuzug in Ratingen gab es hier weder Purimspiel noch Pessach, auch keine Chanukkakerzen. “Und nun gibt es alles wieder! Und das ist nicht das Verdienst von Exegeten der heiligen Schriften, nicht der Gesandten aus Israel … Dank meinen Ratinger Freunden werden die Juden, die dort leben, sich und ihre Identität bewahren.“

Der Namen des jüdischen Kulturvereins „SCHALOM“ verbirgt einmal das Bestreben zu ihren jüdischen Wurzeln näher zu kommen, zweitens – den Wunsch in guter Nachbarschaft mit der christlicher und muslimischen Welt zu leben, drittens – die Dankbarkeit an Deutschland für diese Möglichkeit. Deshalb – „Schalom“ unserem gemeinsamen deutschen Haus! Diese Idee akzentuiert das Erscheinen dieses ungewöhnlichen Buches.

Alexander Melamed

Übersetzung von Harry Schick

Geburtstags Grüße (Поздравления ко дню рождения)

Mein lieber Vadim,
Aus dem Urlaub sende ich Dir, auch im Namen von Tanya, ganz herzliche Geburtstagsgrüße. Ganz viel Gesundheit und Kraft sollst Du haben damit bis 120 Jahre mit uns bist und mit Deiner unermüdlichen Arbeit unsere Gemeindemitglieder und das jüdische Leben in Ratingen glauben. Wir haben viele Gemeindemitglieder aber keine unsere wie Du.
Hoch sollst Du leben!
Deine
Tanya & Oded Horowitz

P.S. viele herzliche Grüße an deine Frau Tamara  

Находясь в отпуске шлю Тебе от своего имени и от Тани самые сердечные поздравления.

Желаем до 120 лет быть с нами, много здоровья и сил, и Ты должен верить в свою неустанную работу для наших членов общины и еврейской жизни в Ратингене. У нас в общине много членов, но ни одного, ни одного такого как Ты.
Высоко будешь жить!

Твои Таня и Одед Горовиц

Постскриптум: Много теплых поздравлений Твоей жене Тамаре!


Город Ратинген
Господину Вадиму Фридману

30. июля, Ратинген

Глубокоуважаемый господин Фридман,
К Вашему 85-летию передаю Вам от имени города Ратингена и от себя лично мои особенные поздравления.

Пусть Вам будет дано прожить много лет, хорошего здоровья и личного благополучия.

Всего хорошего в будущем!

С дружеским приветом

(Клаус Пеш)
Бургомистр


ГЛАВА АДМИНИСТРАЦИИ ОКРУГА МЕТТМАНН

МЕТТМАНН, 30.07.2020

Господину

Вадиму Фридману

Глубокоуважаемый господин Фридман,

от всего сердца поздравляю Вас с сегодняшним днём рождения!

Как уроженец Рейнской области и глава администрации округа относящегося к Рейнской области я придерживаюсь «Рейнского Основного закона» – хотя бы в качестве руководящей инструкции и советчика как от людей, так и для людей живущих в Рейнской области. В нём заложено много мудрого и истинного.

Чрезвычайно глубокомысленные, жизненно важные убеждения, принципы и рекомендации, лежащие в основе его статей и в заповедях, я хотел бы Вам заботливо напомнить и настойчиво порекомендовать для Вашего нового года жизни.

Хорошо смотреть фактам в лицо: Et es wie et es!“ (Sieh den Tatsachen ins Auge! Смотри фактам в лицо!) С каждым годом жизни растёт наше благоразумие „Et kütt wie et kütt“ (Habe keine Angst vor der Zukunft! Не бойся будущего!) и часто с опытом приходит уверенность „Et hätt noch emmer joot jejange“ (Lerne aus der Vergangenheit! Делай выводы из прошлого!)

Нам не следует сожалеть обо всём и вся, Watt fott es, es fott!“(Jammere den Dingen nicht nach! Не оплакивай утраченного!), а оставаться открытым для нового, ибо знаем Nix bliev wie et wor!“ (Sei offen für Neuerungen! Будь открытым для нового!) Если однако новшества берут верх, тогда может гласить девиз Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domett“ (Sei kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen Относись критически, если новшества начинают превалировать!)

Рейнская толерантность и радость от многообразия выражается в познании Jede Jeck es anders„. (Alle Menschen sind gleich. Все люди равны.) Тем не менее критический ум во многих (спорных) обстоятельствах сначала задаёт рейнский универсальный вопрос Wat soll dä Kwatsch!“( Stelle immer zuerst die Universalfrage. Всегда сначала задавайте универсальный вопрос.)

Я надеюсь, что Вы в будущем – говоря языком рейнских правил – сможете строить свою жизнь хорошо и на здоровой основе, выгодно и миролюбиво, критически и толерантно.

Большого удовольствия я желаю Вам, если Вы сегодня захотите принцип гостеприимства принять к сердцу по-рейнландски – говоря языком кёльнского гимна Drink doch ejne met!“ (Komme dem Gebot der Gastfreundschaft nach! Соблюдайте заповедь гостеприимства!)

С дружеским приветом

Ваш Томас Хенделе

P. S. Будьте здоровы!


Lieber Herr Fridman,

zu Ihrem heutigen Ehrentag wünsche ich
מזל דיין געבורסטאָג (Alles Gute zum Geburtstag). Bleiben Sie gesund und leben Sie hundert weitere Jahre.

Ihr Wolfgang Busch

Уважаемый господин Фридман,

в Ваш особенный день, я желаю Вам מזל דיין געבורסטאָג (всего хорошего ко дню рождения).

Оставайтесь здоровым и живите еще сто лет.

Ваш Вольфганг Буш


Sehr geehrter Herr Fridmann,

herzlichen Dank für die Übersendung Ihrer neuesten Publikation.Wir freuen uns sehr über die neue interessante Lektüre und die Berichterstattung des Jüdischen Kulturvereins „Schalom Ratingen e.V.“.

Besten Dank und viele Grüße aus Dorsten

Sebastian Braun

Sebastian Braun M.A.

wissenschaftlicher Mitarbeiter

Jüdisches Museum Westfalen

Уважаемый мистер Фридман,

Спасибо за отправку вашей последней публикации.

Мы очень рады новому интересному чтению и репортажу еврейского культурного объединения „Schalom Ratingen e.V.“.

Большое спасибо и наилучшие пожелания из Дорстена

Себастьян Браун


Себастьян Браун М.А.
научный сотрудник
Еврейский музей Вестфалия

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Sehr geehrter Herr Fridman,

Ihr Band ist heute bei uns eingetroffen, herzlichen Dank dafür! Ich gebe ihn gleich weiter in unsere Bibliothek, wo er für die Dokumentation jüdischen Lebens in der Gegenwart ein wichtiger Beitrag ist.

Auch unsere neue Dauerausstellung, die am 23. August öffnen wird, berücksichtigt die Zeit nach 1945 viel stärker, als es bislang der Fall war. Die russisch-jüdische Einwanderung nach Deutschland seit den 1990er Jahren, die für die Jüdischen Gemeinden so prägend geworden ist, findet nun ebenfalls Berücksichtigung.

Mit herzlichen Grüßen nach Ratingen

Mathias Groß

Mathias Groß, M.A.

Persönlicher Referent

der Direktorin Hetty Berg

Stiftung Jüdisches Museum Berlin

Уважаемый господин Фридман,
Мы сегодня получили Вашу книгу, большое спасибо! Я немедленно передам её в нашу библиотеку, как важный вклад в документирование современной еврейской жизни.

Наша новая постоянная выставка, которая откроется 23 августа, также учитывает гораздо больше времени после 1945 года, чем было до сих пор. Российско-еврейская иммиграция в Германию с 1990-х годов, которая стала настолько формирующей для еврейских общин, теперь также принимается во внимание.

С сердечным приветом в Ратинген

Матиас Грос


Матиас Грос, М.А.
Персональный референт
директора Хетти Берг
Фонд Еврейского музея Берлина

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Pressemitteilung 1:

Rheinische Post, Jahrgang 75, Nr. 142, D-RA

von Andrea Bindmann

Ein Verein wird volljährig: Shalom Ratingen gibt Buch heraus

Grigori Lisnowski (v.l.), Vlad Ilstein, Vadym Fridman und Nadja Grozyeva stellen das Buch vor. Foto: Achim Blazy (abz)

Der Jüdische Kulturverein Shalom gründete sich vor 18 Jahren in Ratingen. Zum Geburtstag der Volljährigkeit gibt der Verein ein Buch heraus. Das erste Exemplar erhält Bürgermeister Klaus Pesch.

Die Geschichte der Juden in Ratingen reicht mehr als 400 Jahre zurück. Doch gegen Ende des 19. Jahrhunderts versprach Düsseldorf wirtschaftlich attraktivere Perspektiven und viele wanderten ab. Die letzten 18 jüdischen Bürger wurden schließlich von den Nationalsozialisten bedrängt. Wer konnte, floh aus der Stadt.

60 Jahre lang gab es im Anschluss kein jüdisches Leben in Ratingen. Erst um das Jahr 2000 zogen Menschen jüdischen Glaubens aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in die Dumeklemmer-Stadt. Der Vereinsvorsitzende Vadym Fridman erinnert sich an seine eigene Geschichte. „Mein Leben lang habe ich als Bauingenieur in der Ukraine gearbeitet. Dann bekam ich eine schmale Rente.“ Verwandte, die zuvor ausgewandert waren, erzählten ihm von einer jungen, aufgeschlossenen Stadt – Ratingen.

Bis ins Jahr 2002 fanden so viele Juden aus verschiedenen Nationen den Weg in die Dumeklemmerstadt, dass sie einen Kulturverein gründeten, „Schalom Ratingen“ wurde geboren. „Zu Beginn schlossen wir uns der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf an“, so Fridman. Doch: „Wir wollten Kontakt zu unseren neuen Nachbarn, selbst Veranstaltungen organisieren.“ Inzwischen feiert Shalom Ratingen seinen 18. Geburtstag und hat rund 125 Mitglieder.

Vadym Fridman beschreibt die Aufgabe des Vereins so: „Wir möchten den Ratingern die Möglichkeit bieten, die jüdische Kultur kennenzulernen. Gleichzeitig möchten auch wir Kontakt zur deutschen Kultur.“ Im Laufe der Jahre hat sich ein reger Austausch mit anderen Vereinen entwickelt. Das primäre Ziel von Shalom Ratingen ist und bleibt aber: „Der Kampf gegen den Antisemitismus“, so Fridman. Ein Baustein auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander sind regelmäßige Dialoge mit anderen Religionsgemeinschaften.

Den 18-jährigen Geburtstag nahm der Vorstand des Vereins zum Anlass, ein Buch herauszugeben. Es heißt „Schalom Ratingen – Volljährigkeit“. Es ist bereits das zweite Buch von Shalom Ratingen. Das erste trägt den Titel „Ratingen ist unser Zuhause.“ Es erschien zum zehnten Geburtstag des Vereins.

Aus gutem Grund: „Integration ist eine schwere Zeit für Einwanderer“, so Fridman. „Alles ist fremd, die Sprache, der Ort, die Kultur.“ Rund zehn Jahre dauere es, glaubt der Vorsitzende des Vereins, bis ein Zuwanderer in der neuen Heimat ankommt. Shalom und seine Mitglieder sind angekommen. Ratingen ist heute ihre Heimat.

Vadym Fridman und sein Stellvertreter Grigori Lisnowski übergaben jetzt Bürgermeister Klaus Pesch das erste Exemplar des aktuellen Druckwerks. Fridman erinnerte dabei an die „schreckliche deutsch-jüdische Geschichte“, betonte aber auch die vielen Zeichen der Hoffnung. „Für uns ist ein friedliches Leben das Wichtigste“, sagte er. Keine Feindschaft zwischen den unterschiedlichen Nationen, die in Ratingen leben – das ist sein Traum.

Rheinische Post (Рейнская Почта), Jahrgang 75, Nr. 142, D-RA

von Andrea Bindmann (Андреа Биндманн)

На фото:   Григорий Лисновский (слева направо), Влад Ильштейн, Вадим Фридман и Надя Грозева представляют книгу. Фото: Ахим Блази (abz)

Pressemitteilung 2:

Buch zur „Volljährigkeit“ des Jüdischen Kulturvereins Ratingen

Vadym Fridman (l.), Vorsitzender des Jüdischen Kulturvereins Ratingen, übergab Bürgermeister Klaus Pesch das erste Exemplar des Buches „Schalom Ratingen – Volljährigkeit“. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Der Kulturverein “Schalom Ratingen” hat ein Buch zur “Volljährigkeit” veröffentlicht.

60 Jahre lang gab es kein jüdisches Leben in Ratingen, bis um das Jahr 2000 Menschen jüdischen Glaubens aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in unsere Stadt zogen. 2002 waren es bereits so viele, dass sie den Kulturverein „Schalom Ratingen“ gründeten. Das ist 18 Jahre her, was den Vorstand des Vereins dazu bewog, ein Buch zum Anlass herauszugeben. Es heißt „Schalom Ratingen – Volljährigkeit“. Der Vorsitzende Vadym Fridman und sein Stellvertreter Grigori Lisnowski übergaben jetzt Bürgermeister Klaus Pesch das erste Exemplar.

Vadym Fridman erinnerte dabei an die „schreckliche deutsch-jüdische Geschichte“, betonte aber auch die vielen Zeichen der Hoffnung. „Für uns ist ein friedliches Leben das Wichtigste“, sagte er. Dieser Wunsch habe sich sehr gut in dem Motto des Gemeindetages 2019 in Berlin ausgedrückt: „In Deutschland zu Hause“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier habe damals gesagt: „Dieses Land ist für uns alle nur dann ein Zuhause, wenn such Juden sich hier zu Hause fühlen.“

Bei Bürgermeister Klaus Pesch bedankte sich Fridman – wie auch bei Peschs Vorgängern Wolfgang Diedrich und Harald Birkenkamp – für die bereitwillige und stetige Unterstützung. Pesch betonte, dass das für ihn weit mehr sei als eine selbstverständliche Pflicht.

„Es gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen meiner Amtszeit, als vor knapp zwei Jahren in Lintorf spontan 2.000 Menschen zusammenkamen, um gegen eine antijüdische Schmiererei zu protestieren und damit ein deutliches Zeichen für Solidarität in unserer Stadt zu setzen. Dem Verein Schalom Ratingen bin ich sehr dankbar für seine integrierende Arbeit.“


Председатель еврейского общества „Шалом “ города Ратингена Вадим Фридман (слева) вручает первый экземпляр книги „Шалом“ Ратинген „Совершеннолетие“ бургомистру Клаусу Пешу.  Фото: Город Ратинген 

Ратинген. Культурное общество „Шалом Ратинген“ выпустило книгу «Совершеннолетие“.

60 лет не было в Ратингене еврейской жизни, пока к 2000 году не стали приезжать к нам в Германию  люди иудейского вероисповедания из бывших республик Советского  Союза. В 2002 году их стало уже так много, что они основали своё культурное общество „Шалом Ратинген“.
Это было 18 лет назад и правление общества „Шалом“ к этой дате решило издать книгу „Шалом“ Ратинген „Совершеннолетие“.  Председатель правления Вадим Фридман и его заместитель Григорий Лисновский передали первый экземпляр книги бургомистру Клаусу Пешу.
Вадим Фридман напомнил о страшной истории немецкой-еврейских отношений, добавив, что для нас самое главное – это мирное сосуществование. Это пожелание было также девизом совещания в Берлине в 2019 году. Президент Германии Франк-Вальтер  Штайнмайер  тогда сказал: „Эта страна будет только тогда для нас всех одним домом, когда в ней будут чувствовать себя дома евреи.“

Господин Фридман поблагодарил Бургомистра Клауса Пеша, а также бывших Бургомистров Ратингена Вольфганга Дитриха и Харальда Биркенкампа за готовность к постоянной поддержке. Господин Пеш подчеркнул, что это для него намного больше, чем  долг. 

„Одним из моих самых больших впечатлений за время работы Бургомистром было, когда в Линторфе почти два года назад 2000 человек спонтанно собрались, чтобы выразить протест против антисемитизма  в нашем городе. Я очень благодарен  обществу „Шалом Ратинген “ за их интеграционную работу“.

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Liebe Freunde und Mitglieder unseres Vereines! Wir freuen uns, Sie über die lang erwartete Buchveröffentlichung über die Ergebnisse unserer aktiven Arbeit in den letzten 8 Jahren zu informieren.

Wir machen Sie erneut darauf aufmerksam, dass wir keine Bücher verkaufen können. Aufgrund der hohen Nachfrage und der begrenzten Auflage ist die Anzahl der Bücher begrenzt. Daher können wir Geld nur für wohltätige Zwecke annehmen. Der Selbstkostenpreis beträgt 16,50 €. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte telefonisch an Frau Grozeva montags von 09:00 bis 12:00 Uhr und donnerstags von 15:00 bis 17:00 Uhr unter +49 (0) 2102 3078907 oder grozyeva@schalom-ratingen.com

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Дорогие друзья и члены общества Шалом! Мы рады сообщить Вам о долгожданном выходе в Свет книги о результатах нашей активной деятельности последних 8-и лет. 

Ещё раз обращаем  Ваше внимание на то, что книги мы продавать не можем. В силу большого спроса и ограниченного тиража количество книг ограничено. Поэтому деньги мы можем принимать только на благотворительные цели. Себестоимость одной книги составляет 16,50 €. Заранее благодарны за понимание.

По вопросам приобретения книги охотно обращайтесь к госпоже Грозевой по понедельникам с 9:00 до 12:00 и четвергам с 15:00 до 17:00 часов по телефону : +49 (0)2102 3078907 или grozyeva@schalom-ratingen.com

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Geschenke für Schawuot

Die Tradition stellt Schawuot über das Passah. Pessach bedeutet schließlich körperliche Befreiung von der Sklaverei und Schawuot die geistige.Wie viele jüdische Feiertage markiert Schawuot nicht nur ein bedeutendes historisches Ereignis, sondern auch den Beginn der neuen Jahreszeit – dies ist der Beginn der Erntezeit für Weizen und die ersten Früchte der Obstbäume der neuen Ernte. An diesem Tag erfüllten die Pilger das Gebot der Tora und brachten „Bikurim“ in den Tempel – die ersten Ernten der sieben Obstsorten, für die das Land Israel berühmt ist: Weizen, Gerste, Trauben, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Datteln. Im Tempel wurde diese Ernte den Coens gegeben. Daher der andere Name des Feiertags – das Fest der ersten Früchte – Hag ha-bikurim.

Es gibt keine „auffälligen“ Rituale wie den Pessachseder oder das Sitzen in einer Hütte. In der jüdischen Tradition gibt es jedoch einige allgemein anerkannte Bräuche, um diesen Tag zu feiern. Der wichtigste von ihnen wird von den Kabalisten gegründet. Nach diesem Brauch schläft ein Jude nicht die ganze Nacht (oder zumindest einen wesentlichen Teil davon) und widmet ihn der Lehre der Tora.

Wie in anderen Feiertagen gibt es in Schawuot zwei festliche Mahlzeiten – Abend und Morgen, die jeweils mit Kiddusch beginnen. Es ist üblich, an diesem Feiertag eine Milchmahlzeit zuzubereiten. Die berühmteste Erklärung basiert auf einer Metapher aus dem Hohelied (4:11), in der der „Geschmack“ der Tora beschrieben wird: „Honig und Milch unter deiner Zunge“ und die poetische Beschreibung von Eretz Israel: „Erde fließt mit Milch und Honig“.

Im Rahmen des Projekts „Drei Generationen – Drei Kulturen: Eine gemeinsame Zukunft“ – eines gemeinsamen Projektes mit dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und die Integration Nordrhein-Westfalens – haben wir Geschenke in Form von Lebensmittelmilchsets an alle Mitglieder unserer Gesellschaft verteilt.(Übersetzt mit Google Translator)

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Подарки на Шавуот

Шавуот – праздник ДАРОВАНИЯ Торы. Рав Менахем-Мендл из Коцка (18 век) сказал, что Тора была дана каждому еврею в равной мере, а взял каждый по-разному. Тора была дарована один раз, а получают – во все времена и во всех поколениях. Именно поэтому его называют праздником ДАРОВАНИЯ Торы, а не ПОЛУЧЕНИЯ. Традиция ставит Шавуот выше праздника Песах. Ведь Песах означает физическое освобождение от рабства, а Шавуот – духовное.

Как и многие еврейские праздники, Шавуот знаменует не только значительное историческое событие, но и наступление нового сезона года – это начало сезона жатвы пшеницы и первых плодов фруктовых деревьев нового урожая. Выполняя заповедь Торы, в этот день паломники приносили в Храм „бикурим“ – первые урожаи семи видов плодов, которыми славится Земля Израиля: пшеницы, ячменя, винограда, инжира, гранатов, маслин и фиников. В Храме этот урожай отдавали Коэнам. Отсюда другое название праздника – Праздник первых плодов – Хаг ха-бикурим.

В праздник Шавуот нет таких „заметных“ ритуалов, как Пасхальный Седер или сидение в шалаше. Но в еврейской традиции существуют несколько общепринятых обычаев празднования этого дня. Самый важный из них установлен кабалистами. Согласно этому обычаю, еврей не спит всю ночь (или хотя бы значительную ее часть), посвящая ее изучению Торы.

Как и в другие праздники, в Шавуот есть две праздничные трапезы – вечерняя и утренняя, каждая из которых начинается Кидушем. Принято совершать в этот праздник молочную трапезу. Самое известное объяснение опирается на метафору из Песни Песней (4:11) при описании „вкуса“ Торы: „Мед и молоко под языком твоим“ и поэтическое описание Эрец-Исраэль: „Земля, текущая молоком и медом“.

В рамках проекта „Три поколения – три культуры: общее будущее“ – совместного проекта с Министерством по делам детей, семьи, беженцев и интеграции земли Северный Рейн-Вестфалия мы раздали подарки всем членам нашего общества в виде продуктовых молочных наборов.