18 Jahre Jüdischer Kulturverein "Schalom" Ratingen e.V. 2002-2020

Pressemitteilung 1:

Rheinische Post, Jahrgang 75, Nr. 142, D-RA

von Andrea Bindmann

Ein Verein wird volljährig: Shalom Ratingen gibt Buch heraus

Der Jüdische Kulturverein Shalom gründete sich vor 18 Jahren in Ratingen. Zum Geburtstag der Volljährigkeit gibt der Verein ein Buch heraus. Das erste Exemplar erhält Bürgermeister Klaus Pesch.

Die Geschichte der Juden in Ratingen reicht mehr als 400 Jahre zurück. Doch gegen Ende des 19. Jahrhunderts versprach Düsseldorf wirtschaftlich attraktivere Perspektiven und viele wanderten ab. Die letzten 18 jüdischen Bürger wurden schließlich von den Nationalsozialisten bedrängt. Wer konnte, floh aus der Stadt.

60 Jahre lang gab es im Anschluss kein jüdisches Leben in Ratingen. Erst um das Jahr 2000 zogen Menschen jüdischen Glaubens aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in die Dumeklemmer-Stadt. Der Vereinsvorsitzende Vadym Fridman erinnert sich an seine eigene Geschichte. „Mein Leben lang habe ich als Bauingenieur in der Ukraine gearbeitet. Dann bekam ich eine schmale Rente.“ Verwandte, die zuvor ausgewandert waren, erzählten ihm von einer jungen, aufgeschlossenen Stadt – Ratingen.

Bis ins Jahr 2002 fanden so viele Juden aus verschiedenen Nationen den Weg in die Dumeklemmerstadt, dass sie einen Kulturverein gründeten, „Schalom Ratingen“ wurde geboren. „Zu Beginn schlossen wir uns der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf an“, so Fridman. Doch: „Wir wollten Kontakt zu unseren neuen Nachbarn, selbst Veranstaltungen organisieren.“ Inzwischen feiert Shalom Ratingen seinen 18. Geburtstag und hat rund 125 Mitglieder.

Vadym Fridman beschreibt die Aufgabe des Vereins so: „Wir möchten den Ratingern die Möglichkeit bieten, die jüdische Kultur kennenzulernen. Gleichzeitig möchten auch wir Kontakt zur deutschen Kultur.“ Im Laufe der Jahre hat sich ein reger Austausch mit anderen Vereinen entwickelt. Das primäre Ziel von Shalom Ratingen ist und bleibt aber: „Der Kampf gegen den Antisemitismus“, so Fridman. Ein Baustein auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander sind regelmäßige Dialoge mit anderen Religionsgemeinschaften.

Den 18-jährigen Geburtstag nahm der Vorstand des Vereins zum Anlass, ein Buch herauszugeben. Es heißt „Schalom Ratingen – Volljährigkeit“. Es ist bereits das zweite Buch von Shalom Ratingen. Das erste trägt den Titel „Ratingen ist unser Zuhause.“ Es erschien zum zehnten Geburtstag des Vereins.

Aus gutem Grund: „Integration ist eine schwere Zeit für Einwanderer“, so Fridman. „Alles ist fremd, die Sprache, der Ort, die Kultur.“ Rund zehn Jahre dauere es, glaubt der Vorsitzende des Vereins, bis ein Zuwanderer in der neuen Heimat ankommt. Shalom und seine Mitglieder sind angekommen. Ratingen ist heute ihre Heimat.

Vadym Fridman und sein Stellvertreter Grigori Lisnowski übergaben jetzt Bürgermeister Klaus Pesch das erste Exemplar des aktuellen Druckwerks. Fridman erinnerte dabei an die „schreckliche deutsch-jüdische Geschichte“, betonte aber auch die vielen Zeichen der Hoffnung. „Für uns ist ein friedliches Leben das Wichtigste“, sagte er. Keine Feindschaft zwischen den unterschiedlichen Nationen, die in Ratingen leben – das ist sein Traum.

Rheinische Post (Рейнская Почта), Jahrgang 75, Nr. 142, D-RA

von Andrea Bindmann (Андреа Биндманн)

На фото:   Григорий Лисновский (слева направо), Влад Ильштейн, Вадим Фридман и Надя Грозева представляют книгу. Фото: Ахим Блази (abz)

Pressemitteilung 2:

Buch zur „Volljährigkeit“ des Jüdischen Kulturvereins Ratingen

Vadym Fridman (l.), Vorsitzender des Jüdischen Kulturvereins Ratingen, übergab Bürgermeister Klaus Pesch das erste Exemplar des Buches „Schalom Ratingen – Volljährigkeit“. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Der Kulturverein “Schalom Ratingen” hat ein Buch zur “Volljährigkeit” veröffentlicht.

60 Jahre lang gab es kein jüdisches Leben in Ratingen, bis um das Jahr 2000 Menschen jüdischen Glaubens aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in unsere Stadt zogen. 2002 waren es bereits so viele, dass sie den Kulturverein „Schalom Ratingen“ gründeten. Das ist 18 Jahre her, was den Vorstand des Vereins dazu bewog, ein Buch zum Anlass herauszugeben. Es heißt „Schalom Ratingen – Volljährigkeit“. Der Vorsitzende Vadym Fridman und sein Stellvertreter Grigori Lisnowski übergaben jetzt Bürgermeister Klaus Pesch das erste Exemplar.

Vadym Fridman erinnerte dabei an die „schreckliche deutsch-jüdische Geschichte“, betonte aber auch die vielen Zeichen der Hoffnung. „Für uns ist ein friedliches Leben das Wichtigste“, sagte er. Dieser Wunsch habe sich sehr gut in dem Motto des Gemeindetages 2019 in Berlin ausgedrückt: „In Deutschland zu Hause“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier habe damals gesagt: „Dieses Land ist für uns alle nur dann ein Zuhause, wenn such Juden sich hier zu Hause fühlen.“

Bei Bürgermeister Klaus Pesch bedankte sich Fridman – wie auch bei Peschs Vorgängern Wolfgang Diedrich und Harald Birkenkamp – für die bereitwillige und stetige Unterstützung. Pesch betonte, dass das für ihn weit mehr sei als eine selbstverständliche Pflicht.

„Es gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen meiner Amtszeit, als vor knapp zwei Jahren in Lintorf spontan 2.000 Menschen zusammenkamen, um gegen eine antijüdische Schmiererei zu protestieren und damit ein deutliches Zeichen für Solidarität in unserer Stadt zu setzen. Dem Verein Schalom Ratingen bin ich sehr dankbar für seine integrierende Arbeit.“

Председатель еврейского общества „Шалом “ города Ратингена Вадим Фридман (слева) вручает первый экземпляр книги „Шалом“ Ратинген „Совершеннолетие“ бургомистру Клаусу Пешу.  Фото: Город Ратинген 
 
Ратинген. Культурное общество „Шалом Ратинген“ выпустило книгу «Совершеннолетие“.
 
60 лет не было в Ратингене еврейской жизни, пока к 2000 году не стали приезжать к нам в Германию  люди иудейского вероисповедания из бывших республик Советского  Союза. В 2002 году их стало уже так много, что они основали своё культурное общество „Шалом Ратинген“.
Это было 18 лет назад и правление общества „Шалом“ к этой дате решило издать книгу „Шалом“ Ратинген „Совершеннолетие“.  Председатель правления Вадим Фридман и его заместитель Григорий Лисновский передали первый экземпляр книги бургомистру Клаусу Пешу.
Вадим Фридман напомнил о страшной истории немецкой-еврейских отношений, добавив, что для нас самое главное – это мирное сосуществование. Это пожелание было также девизом совещания в Берлине в 2019 году. Президент Германии Франк-Вальтер  Штайнмайер  тогда сказал: „Эта страна будет только тогда для нас всех одним домом, когда в ней будут чувствовать себя дома евреи.“
 
Господин Фридман поблагодарил Бургомистра Клауса Пеша, а также бывших Бургомистров Ратингена Вольфганга Дитриха и Харальда Биркенкампа за готовность к постоянной поддержке. Господин Пеш подчеркнул, что это для него намного больше, чем  долг. 
 
„Одним из моих самых больших впечатлений за время работы Бургомистром было, когда в Линторфе почти два года назад 2000 человек спонтанно собрались, чтобы выразить протест против антисемитизма  в нашем городе. Я очень благодарен  обществу „Шалом Ратинген “ за их интеграционную работу“.

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Liebe Freunde und Mitglieder unseres Vereines! Wir freuen uns, Sie über die lang erwartete Buchveröffentlichung über die Ergebnisse unserer aktiven Arbeit in den letzten 8 Jahren zu informieren.

Wir machen Sie erneut darauf aufmerksam, dass wir keine Bücher verkaufen können. Aufgrund der hohen Nachfrage und der begrenzten Auflage ist die Anzahl der Bücher begrenzt. Daher können wir Geld nur für wohltätige Zwecke annehmen. Der Selbstkostenpreis beträgt 16,50 €. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte telefonisch an Frau Grozeva montags von 09:00 bis 12:00 Uhr und donnerstags von 15:00 bis 17:00 Uhr unter +49 (0) 2102 3078907 oder grozyeva@schalom-ratingen.com

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Дорогие друзья и члены общества Шалом! Мы рады сообщить Вам о долгожданном выходе в Свет книги о результатах нашей активной деятельности последних 8-и лет. 

Ещё раз обращаем  Ваше внимание на то, что книги мы продавать не можем. В силу большого спроса и ограниченного тиража количество книг ограничено. Поэтому деньги мы можем принимать только на благотворительные цели. Себестоимость одной книги составляет 16,50 €. Заранее благодарны за понимание.

По вопросам приобретения книги охотно обращайтесь к госпоже Грозевой по понедельникам с 9:00 до 12:00 и четвергам с 15:00 до 17:00 часов по телефону : +49 (0)2102 3078907 или grozyeva@schalom-ratingen.com

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Geschenke für Schawuot

Die Tradition stellt Schawuot über das Passah. Pessach bedeutet schließlich körperliche Befreiung von der Sklaverei und Schawuot die geistige.Wie viele jüdische Feiertage markiert Schawuot nicht nur ein bedeutendes historisches Ereignis, sondern auch den Beginn der neuen Jahreszeit – dies ist der Beginn der Erntezeit für Weizen und die ersten Früchte der Obstbäume der neuen Ernte. An diesem Tag erfüllten die Pilger das Gebot der Tora und brachten „Bikurim“ in den Tempel – die ersten Ernten der sieben Obstsorten, für die das Land Israel berühmt ist: Weizen, Gerste, Trauben, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Datteln. Im Tempel wurde diese Ernte den Coens gegeben. Daher der andere Name des Feiertags – das Fest der ersten Früchte – Hag ha-bikurim.

Es gibt keine „auffälligen“ Rituale wie den Pessachseder oder das Sitzen in einer Hütte. In der jüdischen Tradition gibt es jedoch einige allgemein anerkannte Bräuche, um diesen Tag zu feiern. Der wichtigste von ihnen wird von den Kabalisten gegründet. Nach diesem Brauch schläft ein Jude nicht die ganze Nacht (oder zumindest einen wesentlichen Teil davon) und widmet ihn der Lehre der Tora.

Wie in anderen Feiertagen gibt es in Schawuot zwei festliche Mahlzeiten – Abend und Morgen, die jeweils mit Kiddusch beginnen. Es ist üblich, an diesem Feiertag eine Milchmahlzeit zuzubereiten. Die berühmteste Erklärung basiert auf einer Metapher aus dem Hohelied (4:11), in der der „Geschmack“ der Tora beschrieben wird: „Honig und Milch unter deiner Zunge“ und die poetische Beschreibung von Eretz Israel: „Erde fließt mit Milch und Honig“.

Im Rahmen des Projekts „Drei Generationen – Drei Kulturen: Eine gemeinsame Zukunft“ – eines gemeinsamen Projektes mit dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und die Integration Nordrhein-Westfalens – haben wir Geschenke in Form von Lebensmittelmilchsets an alle Mitglieder unserer Gesellschaft verteilt.(Übersetzt mit Google Translator)

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Подарки на Шавуот

Шавуот – праздник ДАРОВАНИЯ Торы. Рав Менахем-Мендл из Коцка (18 век) сказал, что Тора была дана каждому еврею в равной мере, а взял каждый по-разному. Тора была дарована один раз, а получают – во все времена и во всех поколениях. Именно поэтому его называют праздником ДАРОВАНИЯ Торы, а не ПОЛУЧЕНИЯ. Традиция ставит Шавуот выше праздника Песах. Ведь Песах означает физическое освобождение от рабства, а Шавуот – духовное.

Как и многие еврейские праздники, Шавуот знаменует не только значительное историческое событие, но и наступление нового сезона года – это начало сезона жатвы пшеницы и первых плодов фруктовых деревьев нового урожая. Выполняя заповедь Торы, в этот день паломники приносили в Храм „бикурим“ – первые урожаи семи видов плодов, которыми славится Земля Израиля: пшеницы, ячменя, винограда, инжира, гранатов, маслин и фиников. В Храме этот урожай отдавали Коэнам. Отсюда другое название праздника – Праздник первых плодов – Хаг ха-бикурим.

В праздник Шавуот нет таких „заметных“ ритуалов, как Пасхальный Седер или сидение в шалаше. Но в еврейской традиции существуют несколько общепринятых обычаев празднования этого дня. Самый важный из них установлен кабалистами. Согласно этому обычаю, еврей не спит всю ночь (или хотя бы значительную ее часть), посвящая ее изучению Торы.

Как и в другие праздники, в Шавуот есть две праздничные трапезы – вечерняя и утренняя, каждая из которых начинается Кидушем. Принято совершать в этот праздник молочную трапезу. Самое известное объяснение опирается на метафору из Песни Песней (4:11) при описании „вкуса“ Торы: „Мед и молоко под языком твоим“ и поэтическое описание Эрец-Исраэль: „Земля, текущая молоком и медом“.

В рамках проекта „Три поколения – три культуры: общее будущее“ – совместного проекта с Министерством по делам детей, семьи, беженцев и интеграции земли Северный Рейн-Вестфалия мы раздали подарки всем членам нашего общества в виде продуктовых молочных наборов.